Oper

Richard Wagner

Lohengrin

Romantische Oper in drei Akten

3 Termine

Lohengrin

Besetzung am Sonntag 27. April 2025

Musikalische Leitung

Christian Thielemann

Inszenierung

Jossi Wieler

Bühne & Kostüme

Anna Viebrock

Licht

Sebastian Alphons

Ko-Bühnenbildner

Torsten Köpf
Kategorie 1 232 €
Kategorie 1

232 €

Kategorie 2 190 €
Kategorie 2

190 €

Kategorie 3 153 €
Kategorie 3

153 €

Kategorie 4 108 €
Kategorie 4

108 €

Kategorie 5 86 €
Kategorie 5

86 €

Kategorie 6 62 €
Kategorie 6

62 €

Kategorie 7 39 €
Kategorie 7

39 €

Kategorie 8 29 €
Kategorie 8

29 €

Kategorie 9 16 €
Kategorie 9

16 €

Stehplatz
Stehplatz

Enthalten in: Zyklus »Wagner«
Zyklus »Wagner«

Saison 2023/2024

Kaum ein anderes Opernhaus der Welt kann in einer Spielzeit einen derart großen Teil des Schaffens von Richard Wagner anbieten, wie das Haus am Ring. In einem eigenen Zyklus zeigen wir einerseits die beiden großen Antipoden Tristan und Isolde sowie Die Meistersinger von Nürnberg und andererseits mit den beiden »Grals-Werken« Lohengrin und Parsifal die Gegenüberstellung eines Beispiels aus der früheren Phase des Komponisten mit seinem letzten Bühnenwerk.

17. September 2023: TRISTAN UND ISOLDE
28. März 2024: PARSIFAL
02. Mai 2024: LOHENGRIN
30. Mai 2024: DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG

 

Saison 2024/2025

Kaum ein anderes Opernhaus der Welt kann in einer Spielzeit einen derart großen Teil des Schaffens von Richard Wagner anbieten, wie das Haus am Ring. Zusätzlich zu den Ring-Zyklen präsentiert der Wagner-Zyklus drei weitere zentrale Werke des Ausnahmekomponisten.

20. April 2025: PARSIFAL
25. April 2025: LOHENGRIN
29. Mai 2025: TANNHÄUSER

 

Lohengrin

Besetzung am Donnerstag 1. Mai 2025

Musikalische Leitung

Christian Thielemann

Inszenierung

Jossi Wieler

Bühne & Kostüme

Anna Viebrock

Licht

Sebastian Alphons

Ko-Bühnenbildner

Torsten Köpf
Kategorie 1 232 €
Kategorie 1

232 €

Kategorie 2 190 €
Kategorie 2

190 €

Kategorie 3 153 €
Kategorie 3

153 €

Kategorie 4 108 €
Kategorie 4

108 €

Kategorie 5 86 €
Kategorie 5

86 €

Kategorie 6 62 €
Kategorie 6

62 €

Kategorie 7 39 €
Kategorie 7

39 €

Kategorie 8 29 €
Kategorie 8

29 €

Kategorie 9 16 €
Kategorie 9

16 €

Stehplatz
Stehplatz

U27  
Lohengrin

Besetzung am Sonntag 4. Mai 2025

Musikalische Leitung

Christian Thielemann

Inszenierung

Jossi Wieler

Bühne & Kostüme

Anna Viebrock

Licht

Sebastian Alphons

Ko-Bühnenbildner

Torsten Köpf
Kategorie 1 232 €
Kategorie 1

232 €

Kategorie 2 190 €
Kategorie 2

190 €

Kategorie 3 153 €
Kategorie 3

153 €

Kategorie 4 108 €
Kategorie 4

108 €

Kategorie 5 86 €
Kategorie 5

86 €

Kategorie 6 62 €
Kategorie 6

62 €

Kategorie 7 39 €
Kategorie 7

39 €

Kategorie 8 29 €
Kategorie 8

29 €

Kategorie 9 16 €
Kategorie 9

16 €

Stehplatz
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Über das Werk

In Kürze

Es war einmal ein König, der starb und hinterließ zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. 

Die Tochter war aber ein Jahr älter als der Sohn. Und eines Tages stritten die beiden Königskinder miteinander, welches von ihnen beiden König werden sollte, denn der Bruder sagte: ›Ich bin ein Prinz, und wenn Prinzen da sind, kommen Prinzessinnen nicht zur Regierung.‹ Die Tochter aber sprach dagegen: ›Ich bin die erstgeborene und älteste, mir gebührt der Vorrang.‹

Handlung

Das Sachsenheer von König Heinrich marschiert am Ufer der Schelde in das Herzogtum Brabant ein. Das führerlose Nachbarland soll sich dem Kriegszug Heinrichs gegen die Ungarn anschließen. Zuvor jedoch muss die Nachfolgefrage im Herzogtum entschieden werden. Heinrich favorisiert den Grafen Friedrich von Telramund. Dieser klagt Elsa von Brabant, die erstgeborene Tochter des verstorbenen Herzogs, an, ihren jüngeren Bruder Gottfried, den Thronfolger, ertränkt zu haben. Elsa wird vor Gericht gerufen. Statt sich zu verteidigen, entwirft sie das Bild eines unbekannten Ritters, der in einem Gottesgericht ihre Unschuld beweisen, sie ehelichen und die Nachfolge ihres Vaters antreten werde.

Der Aufruf eines Verteidigers, der bereit wäre, »auf Leben und auf Tod« gegen Friedrich von Telramund anzutreten, bleibt zunächst unbeantwortet, bis sich über das Wasser ein Unbekannter nähert, der durch seine Fremdartigkeit alle in seinen Bann zieht. Nach einer Loyalitätsadresse an König Heinrich und bevor er sich dem Zweikampf mit Friedrich von Telramund stellt, muss Elsa ihm versprechen, niemals nach seinem Namen und seiner Identität zu fragen, woraufhin er ihr seine Liebe erklärt. Das anschließende Gottesgericht entscheidet gegen Friedrich von Telramund. Brabanter und Sachsen jubeln dem Namenlosen zu.

Einzig Ortrud, die Frau Friedrichs von Telramund, bezweifelt die göttliche Legitimation des Namenlosen. Die Außenseiterin, die nicht zum Christentum konvertiert ist, will Elsas Mord an Gottfried beobachtet haben. Sie bewegt ihren für vogelfrei erklärten Mann zu dem Versuch, den Namenlosen zu entzaubern: Sie selbst werde Elsa manipulieren, die verbotene Frage doch zu stellen, er solle den Namenlosen öffentlich der Zauberei anklagen; auch wenn es gelänge, sich eines – wenn auch noch so kleinen – Gliedes seines Leibes zu bemächtigen, wäre seine Macht gebrochen. Ortrud gelingt es, von Elsa in Gnaden wieder aufgenommen zu werden.

Der Namenlose lässt sich zum »Schützer von Brabant« erklären und vereinbart mit König Heinrich, dass er, im Anschluss an seine Hochzeit mit Elsa, das brabantische Heer an der Seite von Heinrichs Truppen in den Krieg führen wird. Befeuert durch den Glauben an die göttliche Mission des neuen Herrschers beginnt parallel zu den Hochzeitsvorbereitungen die Generalmobilmachung Brabants.


Auf dem Weg zur Trauung tritt Ortrud der Braut entgegen und schürt öffentlich Zweifel an der Identität des Namenlosen, bevor auch Friedrich die Rechtmäßigkeit des Gottesurteils infrage stellt, da versäumt wurde, Namen und Herkunft seines Kontrahenten festzustellen. Die kampfbereiten Sachsen und Brabanter sind an einer solchen Klärung nicht interessiert. Doch erst als Elsa ihren eigenen Zweifel am »Schützer von Brabant« öffentlich für überwunden erklärt, kann die Hochzeit stattfinden.

Elsa und der Namenlose werden ins Brautgemach geführt. Elsa verlangt Teilhabe am Geheimnis ihres Gatten, um bewusste Verantwortung für dessen Wahrung übernehmen zu können, wofür sie auch bereit wäre, ihr Leben einzusetzen. Der Namenlose lehnt dies ab, bietet ihr aber im Gegenzug an, auf eine genaue Klärung der Hintergründe des Verschwindens ihres Bruders zu verzichten.

Dennoch stellt Elsa – ohne Rücksicht auf sich und ihn – die verbotene Frage. In diesem Augenblick tritt Friedrich von Telramund, der sich versteckt gehalten hatte, hervor und wird vom Namenlosen niedergestreckt.


Im Morgengrauen erklärt der Namenlose vor den marschbereiten Heeren von Sachsen und Brabant seine Demission: Elsa habe ihn, indem sie die verbotene Frage stellte, jeder Macht entkleidet, denn der Erfolg seiner Mission sei an das Geheimnis seiner Identität geknüpft gewesen. lndem er sich nun als Lohengrin und Sohn des Gralskönigs zu erkennen gebe, müsse er sich zurückziehen. Mit seinem endgültigen Verschwinden schenkt er Brabant den verschollenen Thronfolger Gottfried zurück.

1. Akt ca. 60 min
Pause ca. 25 min
2. Akt ca. 80 min
Pause ca. 25 min
3. Akt ca. 60 min

Wir sind bei unserer Vorbereitung auf ein Märchen gestoßen, das so beginnt: „Es war einmal ein König, der starb und hinterließ zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Die Tochter war aber ein Jahr älter als der Sohn. Und eines Tages stritten die beiden Königskinder miteinander, welches von ihnen beiden König werden sollte, denn der Bruder sagte: ›Ich bin ein Prinz, und wenn Prinzen da sind, kommen Prinzessinnen nicht zur Regierung.‹ Die Tochter aber sprach dagegen: ›Ich bin die erstgeborene und älteste, mir gebührt der Vorrang.‹“ Diese Erzählung hat die Folkloreforschung in unzähligen Varianten nachweisen können. Meist führt die Rivalität zum Mord des Bruders an seiner Schwester; in einigen Fällen aber ist es umgekehrt die ältere Schwester, die mit dem Mord am jüngeren Bruder gegen die patriarchale Geschlechterfolge rebelliert. Genau dieser verschwiegene und verdrängte Konflikt löst das Geschehen der Oper aus: Elsa ist die erstgeborene Tochter des Herzogs von Brabant, aber als Frau von der Thronfolge zugunsten ihres jüngeren Bruders Gottfried ausgeschlossen. Zudem soll sie aus Gründen patriarchalen Machterhalts mit ihrem Vormund Telramund zwangsverheiratet werden. Genügend gute oder schlechte Gründe also, sich aus der ihr zugewiesenen demütigenden Geschlechterrolle durch einen Gewaltakt zu befreien. (Jossi Wieler, Sergio Morabito, Anna Viebrock)

Formal ist der Lohengrin Wagners erstes wirklich durchkomponiertes Werk. Stärker als im Tannhäuser setzt er hier auf die Kunst des Übergangs: Das motivische und harmonische Material der drei Akte ist so dicht miteinander verwoben, der Orchestersatz so symphonisch organisiert, dass sich allfällige „Nummern“ wie Elsas traumwandlerischer Auftritt im ersten Akt oder der Hochzeitsmarsch, das Liebesduett und die Gralserzählung im dritten Akt wie selbst daraus ergeben. Darüber hinaus trifft Wagner charakteristische Zuordnungen: Lohengrin und der Gralswelt gehört die Tonart A-Dur, dem Antagonistenpaar Ortrud/Telramund das finstere, wilde fis-Moll (die Paralleltonart), und alles, was den König meint, tritt in ebenso plakativem wie letztlich leerem C-Dur hervor. Verschränkt wird dies mit der Instrumentation: Der König hat die Blechbläser auf seiner Seite, Ortrud/Telramund werden von Holzbläsern und tiefen Streichern grundiert und Lohengrin umgibt ein gleißender Strahlenkranz aus vielfach geteilten Geigen. Gleichzeitig spiegeln sich die Motive Lohengrins und Elsas ineinander, ja sogar Ortruds Sphäre findet sich darin geborgen. (Christian Thielemann)

»Wagners Lohengrin, Gipfel der künstlerischen Romantik, gestattet zugleich einen Ausblick in den Abgrund politischer Romantik. Der Narzissmus einer ganzen Nation spiegelte sich im Idealbild des rätselhaften Schwanenritters, der einer bedrängten Jungfrau zu Hilfe eilt und die Einigkeit und Wehrhaftigkeit des Reiches gegen innere und äußere Feinde zu stärken weiß. Seine Mission scheitert, weil die gerettete Jungfrau dem Anspruch seiner Liebe, die fraglose Hingabe fordert, nicht gewachsen ist und erfasst wird vom Zweifel an seiner Reinheit und Unhinterfragbarkeit. Daraufhin zeiht er sich –unverstanden– aus der Menschenwelt in die Höhenluft seiner tragischen Einsamkeit zurück.

Wagner hat hier eine Projektionsfläche geschaffen, in der sich Herrscher- und Führergestalten von Ludwig II. bis Adolf Hitler wiederzuerkennen glaubten und deren Aura zugleich die Rollenbilder der patriarchalen bürgerlichen Ehe mythisch zu verklären strebt. Kein zweites Werk Wagners hat ebenso viel gläubige Hingabe erfahren wie kritischen Spott ertragen müssen wie der Lohengrin.« (Sergio Morabito)


 

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Eine Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg.

Diese Produktion wird gefördert von

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